Das Schützenwesen in Geigant
Historie
Die ersten Schützenvereine entstanden meist nach dem Kriege 1870/71. Begeisterung und Freude am Schießen führte auch in Geigant zum Zusammenschluß von Männern, um sich dem Schießsport zu widmen. Die Art der Gewehre war Anlaß für den Namen. Einer Zeitungsanzeige vom 29. Mai 1891 ist zu entnehmen, daß 'Die Feuerschützen-Gesellschaft Geigant' gegründet worden war und zu einem Eröffnungsschießen am 14. und 15. Januar 1891 einlud. Das Schießen fand im Freien statt und zwar auf 130 Meter Entfernung.
Bald tauchten neue Gewehre auf, die 'Zimmerstutzen' und wie der Name sagt, konnte man damit auch in geschlossenen Räumen schießen. Offenbar mit dieser neuen Sportmöglichkeit benannte sich der Verein um in 'Schützengesellschaft Geigant'.
Ein festliches Großereignis ging am 6.-8. Januar 1892 in Geigant über die Bühne. Die Feuerschützen-Gesellschaft Geigant lud ein zur Fahnenweihe mit umfangreichem Programm.
Während des 1. Weltkrieges schwiegen die Sportgewehre. Doch schon bald lebte der Schießbetrieb im Vereinslokal "Beim Bräu" unter der Vorstandschaft von Xaver Loders wieder auf.
Im Jahre 1924 kam es wegen einer begehrten Scheibe zu Auseinandersetzungen. Daraufhin sonderten sich einige Schützen ab und bildeten im Gasthaus Schall einen neuen, zweiten Verein unter der Führung von Fridolin Ruhland.
Der zweite Weltkrieg brachte den Schießsport wieder zum Erliegen. Erst als die Luftgewehre aufkamen, lebten beide Vereine wieder auf.
Im Januar 1950 war das Gasthaus Schall das Vereinslokal des Schützenvereins 'Hohenstein' unter der Leitung von Gottfried Mühlbauer und im Gasthaus Wild (Beim "Bräu") schoß der Schützenverein 'Wendelstein' unter dem ersten Schaützenmeister Michael Gruber. Schriftliche Korrespondenz zwischen diesen Vereinen und dem Nachbarverein "Auerhahn Rannersdorf" bezeugte besonders freundschaftliche Kontakte untereinander.
In den Folgejahren erließen die Landratsämter immer strengere Vorschriften, das Schießen in den Gasthäusern wurde völlig verboten. In gemeinsamer Absprache lösten sich die Vereine im Jahre 1965 auf.
Bis 1966:
Im Jahre 1949 gründeten sportbegeisterte junge Männer den Sportverein "SV 49 Geigant". Es dauerte bis 1966, bis Bernd Röhner die Schützenabteilung ins Leben rief. Zu den Gründungsmitgliedern zählten Peter Gruber, Josef Klebl, Johann Malterer, Peter Riederer, Alois Bösl, Hans Wagner, Hans Maier, Heinrich Mühlbauer, Josef Mühlbauer und Heinrich Böhm. Die Vorstandschaft bildeten Bernd Röhner (1. Schützenmeister) und Franz Lindinger (Kassier und 2. Schützenmeister) sowie Heinrich Böhm, Manfred Daschner und Gottfried Mühlbauer. Als Vereinslokal entschied man sich für das Gasthaus Wild,(beim "Bräu"). Eine im Rahmen eines großen Festes im Jahre 1969 geweihte Fahne ist auf der einen Seite dem Fußballsport, auf der anderen Seite dem Schießsport gewidmet.
Durch Umbauten im Gasthaus Wild war der Schießbetrieb zum Stillstand gezwungen. Neues Leben regte sich wieder, als im Gasthaus "Altes Haus" im Jahre 1974 durch die Familie Uhrmann im Neubau die Möglichkeit geboten wurde, im Untergeschoß ein neues Schützenheim einzurichten. In vielen Arbeitsstunden mit hoher Eigenleistung entstand ein Schießlokal, welches auch heute noch mit mehreren Erweiterungsmaßnahmen die Heimat der Geiganter Schützen ist.
Zusammenfassung ab 1966:
1966 - der SV 49 Geigant gründete die Unterabteilung "Schützenabteilung"
1. Schützenmeister: Bernd Röhner
Der Verein umfaßt 21 Gründungsmitglieder, ausschließlich Schützen
1979 - Die Schützenabteilung trennt sich in gutem Einvernehmen vom Haupt-
verein und gab sich den Namen "Ritterschützen Geigant". Die Vorstand-
schaft bildeten: 1. Schützenmeister Horst Deml, 2. Schützenmeister
Egon Mühlbauer, 1. Kassier Franz Lindinger, 1. Schriftführer Reinhold
Konering. Beim OSB waren 72 Mitglieder gemeldet, 46 Schützen,
21 Schützendamen, 3 Junioren und 2 Schüler
1981 - Fahnenweihe der Ritterschützen Geigant - Schirmherr Rudolf Laubmeier,
Ehrenschirmherr Staatssekretär Dr. Max Fischer, Fahnenmutter Marga-
reta Zangl, Fahnenbraut Monika Lindinger, Schützenliesl Elisabeth
Mühlbauer, Festleiter Josef Brückl, Patenverein "Tannenbaum Ast" mit
1. Schützenmeister Alois Rötzer.
1979 - 1990 Raiffeisenpokalschießen mit den Vereinen "Auerhahn" Ranners-
dorf und "Bergschütz" Obernried
1988 - Jungschützen-Schießen auf Gauebene - Schirmherr 1. Bürgermeister
der Stadt Waldmünchen, Dieter Aumüller
1997 - alljährliches Dorfschießen aller Vereine aus Geigant und Katzbach
1975 - alle 3 Jahre Ausrichter des Bergfestes in Geigant
1984 - alljährliches Zeltlager der Jungschützen für 3 Tage am Monte Kaolino
in Hirschau
1995 - Die Gaurundenmannschaft mit Carsten Konering, Barbara Wagner,
Diana Bösl, Thomas Deml und Klaus Bauer steigt in die Bezirksliga auf
1996 - weiterer Aufstieg in die Bezirks-Oberliga mit Carsten Konering, Barbara
Konering, Tanja Dirscherl, Thomas Deml und Klaus Bauer.
1999 - Barbara Konering wurde Gauliesl und holte erstmals den Titel der
Landesschützenkönigin nach Geigant
1979 - alljährlich unternimmt der Verein vor Beginn der Schießsaison einen
Ausflug
2000 - Durch den gebürtigen Geiganter Josef Gruber, inzwischen wohnhaft am
Bodensee und dort aktiver Schütze beim "Schützenverein
Oberuhldingen" kommt es seither zu regelmäßigen Freundschafts-
besuchen mit Vergleichsschießen
2006 - Der Generationswechsel in der Vorstandschaft wird im Rahmen der
Neuwahlen eingeleitet. 1. Schützenmeister: Martin Rampf, 2. Schützen-
meister: Carsten Konering, Kassier: Helmut Niedung, 1. Schriftführer
bleibt Reinhold Konering.
1980 - Seit fast 30 Jahren stellen die Ritterschützen Geigant mit Franz
Lindinger den Gauschützenmeister des Schützengaues "Böhmerwald
Waldmünchen"
2008 - Michaela Zangl wird Gau-Jugendkönigin
