Gauschützenmeister Franz Lindinger feierte seinen 70. Geburtstag
1939 wurde im Hause Lindinger in Geigant ein Knabe geboren. Die Eltern gaben ihm den Vornamen "Franz". Dieser junge Erdenbürger sollte sein Leben schon früh so gestalten, daß er seine Aktivitäten nach Abschluß der Schul- und Berufsausbildung auf die ehrenamtlichen Tätigkeiten in verschiedenen Vereinen konzentrierte.
Diese begannen ab seinem 18. Lebensjahr mit dem Beitritt zur Freiwilligen Feuerwehr und der Mitgliedschaft im Sportverein. Beim SV Geigant übernahm der schon mit seinem Beitritt das Amt des Kassiers, welches er dann auch 20 Jahre ohne Unterbrechung ausübte. Hier tat er sich 1966 auch als Mitbegründer der Schützenabteilung des SV hervor.
Als sich dann 1978 die Schützen vom Sportverein 'abnabelten' und unter dem Namen "Ritterschützen Geigant" eigenständig wurden, verlegte Franz Lindinger seine Proritäten auf den Schießsport, dem er sich bis heute ganz und gar verschrieben hat. Abwechselnd als erster oder zweiter Schützenmeister war er maßgeblich am erfolgreichen Werdegang der "Ritterschützen" beteiligt.
Zudem gab der 'Sportschütze aus Leidenschaft' sein Können und seine Erfahrung in fast fünfjähriger Tätigkeit als Gausportleiter an die Schützen des "Oberpfälzer Schützenbundes Böhmerwald Waldmünchen" weiter, bis er 1980 von diesen zum ersten Gauschützenmeister gewählt wurde und jetzt, nach fast 30-jähriger Funktion, zum dienstältesten Gauschützenmeister des Oberpfälzer Schützenbundes e.V. avancierte. Dieses außergewöhnliche langjährige Engagement im Schützenwesen wurde dann auch von höherer Stelle gewürdigt. Aus der Hand der damals amtierenden bayrischen Kultusministerin Monika Holmeier erhielt Franz Lindinger die Plakette des bayrischen Staatswappens und eine Ehrennadel.
Zu seinem 70. Geburtstag war es daher für seine Schützenbrüder Ehrensache, ihrem Gauschützenmeister zu seinem Jubeltag etwas Besonderes zu bieten. Angeführt vom OSB-Vizepräsidenten Franz Irrgang und dem zweiten Gauschützenmeister Werner Heumann zogen alle 13 Schützenmeister des Gaues mit starken Abordnungen ihrer Vereine und unter musikalischer Begleitung von der Kirche zum Anwesen Franz Lindinger, um ihn zu seinem Jubeltag zu gratulieren und ein Ständchen zu singen.
Nachdem alle mit einem Glas Sekt angestoßen hatten, fuhr zur großen Überraschung des Jubilars eine Kutsche vor, in die er samt Ehrengäste verfrachtet wurde. "Wie weiland Luitpold von Bayern" fühlte sich Franz Lindinger nach eigener Aussage, als er zusammen mit den Ehrengästen den langen Festzug zum Biergarten Röhner anführte. Dort angekommen, würdigten die Repräsentanten des OSB, Vizepräsident Franz Irrgang und der zweite Gauschützenmeister Werner heumann die herausragenden Leistungen ihres Gauschützenmeisters, in dem sie besonders seine sachliche, kompetente und ruhige Art hervorhoben.
Bezirkstagspräsident und 1. Bürgermeister von Waldmünchen Franz Löffler betonte, daß er gerne nach Geigant gekommen sei, um mit einem mann, der eine Institution im Schützenwesen ist, zu feiern. Wie das Stadtoberhaupt erklärte, habe Franz Lindinger in seiner 30-jährigen Amtszeit als Schützenmeister Tradition, Brauchtum und Kultur des Schützenwesens in seiner Heimat hochgehalten und diese auch geprägt. Dafür zollte ihm der Bürgermeister Löffler großen Respekt. Anschließend ging es zum gemütlichen Teil über, bei dem die "Ritterschützen" die Bewirtung der vom Gau und den Vereinen spendierten Speisen und Getränke übernahmen.


